Die zweite Generation. Fritz Wölper

1930 - 1976

Zwischen den Kriegen (1930 – 1955) Mit dem Junior als Friseurmeister begann 1930 die Neueinrichtung. Der Damensalon bekam sechs komplett eingerichtete Bedienungsplätze, im Herrensalon waren es fünf. Zugleich wurde der Verkaufsraum vergrößert. Parfümerie und Reiseandenken kamen hinzu. 1937 wurde Fritz Wölper Mitinhaber, im Frühjahr 1940 musste er einrücken. Der Senior war damals schon krank und konnte im Geschäft bald nicht mehr mithelfen. Wieder lastete alles auf Luise Wölper. Ab Anfang 1944 wurde nur noch an bestimmten Tagen geöffnet. Im April 1945, im Artilleriehagel über Freudenstadt, wurde auch das Gebäude Wölper zerstört. Ein Schicksalsschlag, der den kranken Senior besonders traf.

Er starb im August 1945. Fritz Wölper kam verwundet im März 45 ins Freudenstädter Lazarett, der Rest der Familie lebte in einer Notunterkunft. Aber schon 1947 ging es wieder aufwärts. Fritz Wölper eröffnete vorübergehend ein Geschäft im Kurtheater. 1948 wurde er Mitglied im Gemeinderat. Im Mai 1950 begann man mit dem Neubau am alten Platz, zum 1. Dezember 50 feierte man die Wiedereröffnung. Mit vier Damen- und vier Herrenplätzen auf der Höhe der Zeit. Frau Antonie Wölper arbeitete sieben Tage die Woche, denn Reiseartikel und Parfümerie wurden hauptsächlich am Wochenende an die Busreisenden verkauft. Sie wurde die Seele des Geschäfts! 1975 feierte Fritz Wölper Doppel-Jubiläum: Er wurde für 20 Jahren Innungsobermeister und sein Salon bestand jetzt 70 Jahre. In diesem Jahr wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.

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